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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Stennewitz (Stanowice)

1300 wurde „Steneviz“ dem Kloster Kolbatz für Himmelstädt überwiesen, 1337 ist der Ort jedoch im unrechtmäßigen Besitz der Wedinghe, er hatte 60 Hufen. 1350 und 1362 erwarben die Kirche von Soldin und Landsberg hier Rechte, 1460 besitzen die v.d. Marwitz den größten Teil des Dorfes, 1571 das ganze Dorf. Bis 1718 ist der Marwitzsche Besitz zu verfolgen, um die Mitte des 18. Jh. muß er an die Familie Bayer auf Hohenwalde übergegangen sein. Seit 1838 ist die Familie Treichel im Besitz des Gutes. Eine 1748 angelegte Glashütte ging im Siebenjährigen Krieg ein, aus ihr entwickelte sich der Ort Stennewitzer Hüte, der 1929 mit Stennewitz vereinigt wurde. – Mutterkirche für Dühringshof, Friedrichsberg und Gennin.

Kirche:
Patron: Gut Stennewitz. Kirchenbücher seit 1746, Matrikel von 1693 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus.
Lage: In der Mitte des Dorfes gegenüber dem Gut, auf erhöhtem Rasengrundstück, dem ehemaligen Kirchhof.
Baugefüge: Feldsteinbau des späten Mittelalters, 1871/72 stark mit Ziegeln erneuert, Satteldach, Westturm von 1771 aus Fachwerk, an der Nordseite barocker Gruftanbau aus Backstein, verputzt, mit Walmdach.
Äußeres: Mauerwerk unregelmäßig, nur an den Kanten aus zurecht gehauenen Quadern, im Mörtel Ziegelbrocken. Reste mittelalterlicher Putzschicht mit Fugenritzung. Ostgiebel aus Backstein neu aufgeführt. Der Westturm setzt an das Langhaus mit einer etwa 50 cm starken Ziegelmauer an, ist zweigeschossig und hat achteckigen Aufsatz. Wetterfahne mit der Jahreszahl 1771. Vor dem Turm moderner Aufgang mit Ziegelwangen. Die Turmtür aus dem 18. Jh.
Inneres: Wände verputzt. Balkendecke des 19. Jh. Zwischen Turm und Langhaus rechteckige Tür. Gruft mit Kreuzgratgewölbe (unzugänglich).
Einbauten von 1871/72.
Ausstattung: Kelch aus Silber, vergoldet. Anfang des 19. Jh.
Ovale Oblatendose aus Silber.
Kelch aus Zinn. Gestiftet 1778 von K.F.K.
Glocke, 77,5 cm Dm. Inschrift: „O rex cuor te vene cum pace“. A – förmiges Gießerzeichen. Mittelalterlich.
Glockenjoch mit der Jahreszahl 1725.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937