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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Kernein (Karnin)

Hermann Ballistarius schenkte 1252 das Dorf „Karnino“ , das er einst von dem Herzog Wladislaus Sputator von Polen zur freien Verfügung erhalten hatte, dem Zisterzienserkloster Paradies. 1372 erwarb der Rat von Landsberg vom Kloster Paradies den bei Kernein gelegenen Mönchshof, die spätere Kuhburg, gleichzeitig erlaubte Markgraf Otto der Faule dem Rat, „Kernyn zu hegen, frieden und schirmen“. 1385 erwarb Landsberg das ganze Dorf. Ein Erblehensverhältnis sowie eine jährliche Pfefferabgabe an das Kloster blieben bestehen, doch das Dorf blieb fortan Landsberger Kämmereidorf. 1820 brannte es ab und wurde in der heutigen unregelmäßigen Form wieder aufgebaut. – 1372 war Kernein Mutterkirche für Eulam und Dechsel, nach der Reformation nach Landsberg eingepfarrt. Seit 1904 Mutterkirche für Seidlitz und Bürgerwiesen.

Patron: Stadt Landsberg. Kirchenbücher seit 1659, Indaganda von 1814, Kirchenrechnungen ab 1647, Akten zum Kirchenbau ab 1822 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus. Im Stadtarchiv Landsberg: Kirchensachen Kernein ab 1694, darin Pläne zum Neubau der Kirche 1822 von Ratsbaumeister Block.
Lage: In der Mitte des Dorfes etwas erhöht auf dem Kirchhof. (Die alte Kirche lag bei der jetzigen Schule auf dem alten Friedhof.)
Baugefüge: Putzbau von 1822 mit Krüppelwalmdach, Westturm 1828; Altarraum und Sakristei 1904 angebaut. Instandsetzungen, besonders Erneuerung des Putzes, 1844 und 1857/62.
Äußeres: Im Putz Scheinquaderung. Der Westturm dreigeschossig, mit achtseitigem Aufsatz aus Holz mit steilem Helm. Der ausgeführte Bau gegenüber den Entwürfen etwas vereinfacht.
Inneres: Wände verputzt, flache verputzte Decke.
Einbauten: Empore aus Holz. Alles aus der ersten Bauzeit der Kirche.
Ausstattung: Vier Gemälde aus  der Marienkirche in Landsberg, darstellend Christus in Gethsemane, Geißelung, Dornenkrönung, Kreuzanheftung. Gute Arbeiten des frühen 17. Jh.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937