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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Jahnsfelde (Janczewo)

1337 hatten die Wulkow in „Jansfelde“ 4 Hufen zum halben Lehnsdienst inne. Das Dorf hatte 64 Hufen. 1499 sind zwei Rittersitze in „Gansfeld“ vorhanden, das Dorf zur Hälfte im Besitz der v. Strauß zu Stolzenberg und Wormsfelde und der v. Rülicke zu Zantoch und Gralow. 1608 sind drei Anteile des Dorfes im Besitz der v. Platow. Diese Anteile kamen nach mehrfachem Wechsel in die Hände der v. Schöning, die um 1717 auch den Rülicke’schen Anteil erwarben. 1844 kam das Gut durch Heirat an die Grafen v. Schulenburg – Lieberose. – Tochterkirche von Gralow.

Patron: Forstfiskus und Restgut. Kirchenbücher seit 1758, Rechnungen ab 1759, Matrikel 1693 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus in Gralow.
Lage: In der Mitte des Dorfes neben dem Gutsbezirk, auf erhöhtem Rasenplatz, dem ehemaligen Kirchhof.
Baugefüge: Fachwerkbau von 1733/ 35 mit eingezogenem Westturm und Vorhalle an der Nordseite. Ostwand massiv erneuert (vor 1880). 1921 Wiederherstellung der Kirche.
Äußeres: Die Gefache mit Ziegeln, verputzt. Turmwestwand verbrettert. Wetterfahne mit den Buchstaben L.V.S. und der Jahreszahl 1735.
Inneres: Wände verputzt. Flache verputzte Holzdecke mit Unterzug in der Längsachse. Aus der Nordvorhalle führt außer der Tür zum Schiff eine Treppe zur Patronatsloge.
Einbauten: Kanzelaltar aus Holz, vor dem Altartisch geschnitzte Schranken. Westempore leicht geschwungen, an der Nordseite Herrschaftsempore mit drei Öffnungen. Gestühl einfach, eine Tür an der Südseite mit Schnitzereien, alle Einbauten aus der Bauzeit, braun überstriche. Türen ebenfalls aus dieser Zeit.
Ausstauung: Glocke, 82 cm Dm. Laut Inschrift gegossen 1736 von I.P. Meurer in Berlin, gestiftet von Ludolph v. Schöning, Erbherr auf Jahnsfelde, nach Verlust der alten Glocken bei der Feuersbrunst 1733. Prediger war Georg Friedrich Adolphi zu Gralow, Kirchenväter Christian Meyer und Michel Schultze.
Kreuz aus Messing. Auf der Rückseite „Rom 1922“. Vor dem Altartisch angebracht.
Vier geschnitzte Stühle aus der Mitte des 18. Jh. in der Patronatsloge.

Besitzer: Freiherr v. Carnap. Ansicht, gezeichnet von W. Schrade, Llithogr. Von W. Boeillot. Schlichter eingeschossiger Putzbau von 1830 mit Krüppelwalmdach und giebelbekröntem Ausbau von fünf Achsen an der Südseite. Der Hauptsaal an der Nordseite im Innern mit tonnenartigem Muldengewölbe.
Ausstattung: Bemerkenswert eine Reihe von Familienbildnissen der Familie v. Carnap, aus dem Rheinland stammend: das unbezeichnete Doppelbildnis eines Herren und einer Dame in Empire – Tracht, in einem Park wandeld; ein Herren- und Damenbildnis, bezeichnet „B.I. Bevier prinx. 1787“; Bildnis des Fridericus Bredt und der Anna Christina Wilhelmina Bredt aus Barmen, bezeichnet „I. Hauck 1760“.

Grabmäler
Im Florenhain, am Wege nach Lorenzdorf.
a. Für den Landrat Hans Wilhelm v. Schöning (gest. 1842). Eiserner Block mit Blattfries, ursprünglich mit Helm bekrönt.
b. Für Pauline v. Schöning (gest. 1840). Eiserner Block mit Palmettenzier. Aufsatz fehlt.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937