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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Hohenwalde (Wysoka)

1300 ist „Hohenwolde“ unter den Dörfern, die dem neu zu gründenden Kloster Himmelstädt zugewiesen werden, 1337 sind jedoch die Wedinghe im unrechtmäßigen Besitz des Dorfes, in dem sie trotz Nennung des Dorfes als Himmelstädter Besitz 1355 und 1406 bleiben. Ihre Nachfolger sind die v.d. Marwitz. Seit dem 17. Jh. mehrfacher Wechsel der Besitzer, unter denen im 18. Jh. bereits Bürgerliche sind. 1836 brannte das Dorf ab. Das Gut wurde westlich vom Dorf neu aufgebaut. Seit 1859 gehörte das Gut der Familie v. Kalckreuth, neuerdings dem Cottbuser Fabrikanten Bum. – Mutterkirche für Liebenow, bereits 1589.

Patron: Gut Hohenwalde. Kirchenbücher seit 1763, Kirchenrechnungen ab 1652, Abschrift aus dem Visitationsprotokoll 1580 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus.
Lage: In der Mitte des Dorfes erhöht, auf dem ehemaligen Kirchhofgelände.
Baugefüge: Fachwerkbau mit Westturm an der Südseite Der Turm von 1719. Neubau des Schiffes 1730 begonnen (Weihe 1735). 1753 Kirche neu verschwellt und ausgefacht, 1744 (Jahreszahl in der früheren Wetterfahne) Instandsetzung von Kirche und Turm.
Äußeres: Westturm an den drei vorderen Seiten mit Brettern verschalt (1826), mit niedrigem Zeltdach. Wetterfahne mit der Jahreszahl 1907. Gefache mit Ziegeln, verputzt.
Inneres: Getüncht und gestrichen. Flache Balkendecke.
Einbauten: Dreigeschossiger Altaraufbau aus Holz. In der Mitte Gemälde der Kreuzigung, an den Seiten Figuren des Moses und Aaron. Oben Christi Himmelfahrt, auf der Predella Abendmahl. Gedrehte Säulen und Knorpelwerk – Wangen. Oben zwei männliche Figuren, als Bekrönung „Christus triumphans“ zwischen Maria und Johannes, holzgeschnitzt. Figuren und Malerei sehr grob. Der Altar wurde nach dem Rechnungsbuch 1659 von Georg Klein (?), Maler und Bildschnitzer in Landsberg, gefertigt.
Kanzel aus Holz, 17. Jh. Emporen und Gestühl von 1850. Patronatsloge und Westempore 17./ 18. Jh.
Ausstattung: Kelch aus Silber, vergoldet. 17. Jh.; Glocke, 67 cm Dm, mit reichem Reliefschmuck: Kreuzigung, Madonna, Mann im Strauch (Johannes als Weinstock?), Engelskopf, Wappen v. Löben und v. Pfuel mit den Buchstaben H.G.V.L. und V.G.V.P. Laut Inschrift gestiftet von Hans Guntter v. Löben und Ursula v. Löben geb. v. Pfuel, „pfandesgessen in Hohenwalde“. Namen der F. Elisabeth Sofia G. Rorien, des H.O. Hildebrand und des H. David Unterbaum P. Inschrift: „ Gottes GnaDe maCht seLIg. K.S. Inga W.“ mit Chronogrammm der Jahreszahl  1652. Relief mit Glocke und Buchstaben F.B., daneben Buchstaben F.V.C.F. und R.G.M.F. (laut Inschrift auf einer Glocke der Oberkirche in Cottbus Gießerzeichen des Franciscus Voillard und zu lesen: „Franciscus Voillard civis Frankof. Natione Gallus me fecit“). Laut Rechnungsbuch wurde eine Glocke 1652 von dem Glockengießer Kurz in Frankfurt umgegossen.
Grabstein, im Boden eingelassen, größtenteils verdeckt, Todesjahr scheint 1717 zu heißen. Von zwei Putten gehaltenes Wappen.

Gut
Park 1841 nach Entwürfen Lennes angelegt. Herrenhaus Neubau von 1861/62.

Bockwindmühle
Südöstlich vom Dorf gelegen, in Betrieb.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937