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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Diedersdorf
18 km westlich von Landsberg, Unregelmäßiges Straßendorf.

Dem Namen nach ist das Dorf eine deutsche Gründung der Kolonisationszeit. 1337 ist „Diterstorp“ mit 76 Hufen, darunter 4 Pfarrhufen, das größte Dorf des Kreises. 1608 waren im Dorf 3 Rittersitze im Besitz der Familie v. Zinnitz. Häufiger Besitzwechsel, bis 1756 das Dorf an die Familie v. Wobeser kam. Nach dem Tod des Landesdirektors Hans Woteslaw v. Wobeser errichtete seine Witwe Katharina Charlotte v.d. Borne 1783 ein Fideikommiß – Minurat, das mehrere Mitglieder der Familie v.d. Borne innehatten, bis 1816 der Gesamtbesitz mit Charlottenhof, Wobesersorge und Neu Diedersdorf an den Rittmeister Leberecht v. Klitzing überging, dessen Nachkommen noch heute das Gut besitzen. Der Gutsbetrieb wurde Ende des 18. Jh. nach Charlottenhof verlegt, das um 1780 angelegt und nach Katharina Charlotte v.d. Borne genannt wurde. In den letzten Jahrzehnten des 18. Jh. wurde auch die Kolonie Neu Diedersdorf angelegt, die ebenso wie Charlottenhof 1928 mit Alt Diedersdorf zu einer politischen Gemeinde vereinigt wurde. – Tochterkirche von Tornow.

Kirche
Patron: Gut Charlottenhof. Kirchenbücher seit 1731, Matrikel von 1693 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus in Tornow.
Neubau von 1870 an Stelle eines alten Fachwerkbaues, bereits in der Matrikel von 1693 erwähnt.
Ausstattung: Zwei Altarleuchten aus Zinn, 1787 gestiftet.
Ausstattung der alten Kirche im Herrenhaus der Familie v. Klitzing in Charlottenhof. Holzfiguren und bemalte Flügel von einem Altar aus dem Anfang des 16. Jh. Die Figuren sind halbrund, Lindenholz, darunter künstlerisch hochstehende Arbeite.

Des Gutes Charlottenhof. Baurechnung vorhanden.
1835 von Landbaumeister Neubert erbauter zweigeschossiger Putzbau auf Granitsockel, mit Satteldach. Seitliche Verandaanbauten, Ende des 19.Jh. Über der dreiteiligen Tür Inschrift: „Casper Leberecht v. Klitzing zu Demmertin in der Prignitz im Jahre 1783 geboren, hat dieses Haus im Jahre 1835 erbauen lassen“. Die Hoffront sonst ganz mit Efeu bewachsen. Die Räume im Innern sind an einen durch die ganze Länge durchgehenden Flur gereiht, auch im Obergeschoß. Inneres umgebaut, doch die alte Anlage noch maßgebend.
Ausstattung: Möbel des 18. Jh., großer Wandspiegel aus der Bauzeit, Kronleuchter aus Bronze mit Glasgehänge von etwa 1830, mit figürlichen Reliefs. Wappentafel des Hans Caspar v. Klitzing und Bildnisse aus Wappentafeln der Klitzing’schen Familie, aus der Kirche in Briesen (Kreis Cottbus) stammend. Gemälde des Friedrich Tristan v. Klitzing und der Ursula v. Oppen (vermählt 1577), zu Füßen des Kreuzes knieend, aus der Kirche in Fröhden bei Jüterbog stammend.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937