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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Gross Cammin (Kmień Wlk.)

1295 wird in einer Grenzfestlegung zwischen der Templerkommende Quartschen und dem markgräflichen Gebiet „Kemin“  erwähnt. 1337 waren in „Kempn“ drei Rittersitze vorhanden. Das Dorf hatte 64 Hufen. 1486 besaßen alle drei Rittersitze die v. Schönebeck. Nach dem 30jährigen Krieg lag fast die halbe Feldmark wüst, das Bauernland hatte größtenteils der Junker an sich genommen. Damals (1658) wird bereits eine Papiermühle erwähnt. 1660 war die Hälfte von Cammin an Hans Heinrich v. Schlabrendorf, den Gouverneur der Feste Kolberg, verpfändet. Vor 1715 erwarben die v. Schöning nach Tamsel und Warnick auch Groß Cammin. Der Ort teilte fortan die Geschicke von Tamsel, bis er 1822 durch Erbteilung an Amalie Constanzia Gräfin Dönhoff, vermählt mit Anton Freiherrn v. Romberg, fiel. Durch Heirat kam das Gut 1838 an die Grafen von Stollberg – Wernigerode. 1924 wurde das Gut aufgeteilt. . Kirche bereits 1333 vorhanden, damals Patronatsrecht genannt. Tochterkirche von Blumberg.

Patron: Rittergut (jetzt parzelliert). Kirchenbücher seit 1760, Matrikel von 1810, Indaganda, Kirchenrechnungen ab 1760 und weitere Pfarrakten im Pfarrhaus in Blumberg.
Lage: Inmitten des Dorfes auf dem ehemaligen Friedhof, einem erhöhten, mit Backsteinmauer umgebenen Grundstück.
Baugefüge: Feldsteinkirche des 14./15. Jh. mit im Osten abgewalmtem Satteldach, Vorhallenanbau an der Südseite aus Backsteinen großen Formates wohl aus dem 15. Jh. Ausbau 1834. Westturm von 1862/63.
Äußeres: Das Mauerwerk aus Steinbrocken, nur die Kanten sorgfältig aus gequaderten Steinen. Traufgesims aus Ziegeln von 1834.
Inneres: Flache Balkendecke. Decke und Wände verputzt, Ostteil um eine Stufe erhöht.
Einbauten: Hinter dem Altartisch Kanzel aus Holz, der Korb zwischen Säulen, an deren Sockel links Wappen v. Schöning mit den Buchstaben J.L.V.S. und der Jahreszahl 1717, rechts Dönhoff’sches Wappen und die Buchstaben J.C.V.S. und G.R.G.V.D. Empore, zwischen die Holzpfeiler eingebaut, und hölzerne Taufe von 1834.
Ausstattung: Kelch aus Zinn, (gelb gestrichen). Schraubflasche aus Zinn (gelb gestrichen), laut Inschrift von 1766.
Zwei Altarleuchter aus Zinn, bronziert. Laut Inschrift von Caroline und Wilhelmine Dorgut zum Friedensfest 18. Jan. 1816 gestiftet.
Grabmal des Hans Heinrich v. Schlabrendorf, brandenburgischer Generalmajor und Gouverneur der Feste Colberg (gest. 1693).
Offenplatte aus dem Gutshaus, eisen, mit dem Monogramm F III, im Besitz des Kaufmanns Gehrmann in Vietz.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937