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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Alexandersdorf  (Gościnowo)

Der Ort besteht aus einem geschlossenen Straßendorf mit Kirche im Süden und einer Holländersiedlung im Norden.
1613 wurden auf der Morrner Feldmark von der Starostei Meseritz aus Kolonisten nach Holländerart angesiedelt. Der Ort wird 1624 als „Hollendisch Dorff Alexandersdorf, Neue Morren genanndt“ bezeichnet. Den Namen erhielt der Ort nach einem Starosten Alexander Ritviansky von Meseritz. Über diese Ansetzung beschweren sich 1617 die v. Rülicke als Widerrechtlich, gegen die Siedlung wird von brandenburgischer Seite scharf vorgegangen, die neu gebauten Häuser werden sogar einmal gewaltsam zerstört. 1637 ließ jedoch der Amtmann von Meseritz auf dem Eichführ und dem Cumzine – Land neue Häuser errichten. Das Dorf unterstand dem Amt Meseritz, 1774 wurde es brandenburgisch. – Kirchlich gehörte es zu Morrn bis zur Gründung der Parochie Alexandersdorf i. J. 1860, zu der Johanneswunsch, Morrn und Pollychen als Tochterkirchen gehörten.

Patronat: Gut Morrn. Kirchenbücher seit 1638 und Pfarrakten im Pfarrhaus.
Lage: In der Mitte des Dorfes, vom Friedhof umgeben.
Baugefüge: Turmloser Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, errichtet 1802 von Zimmermeister Wettsel (vorher Gottesdienst in der 1885 abgerissenen Schule von 1610), Nord- und Westseite massiv erneuert (vor 1885).
Inneres u. Einbauten. Wände verputzt; flache Balkendecke, getragen von zwei Stützenreihen, in welche die Emporen eingebaut sind. Kanzelaltar aus Holz, schlicht,  laut Inschrift von 1802. Emporen, Gestühl und hölzernes Tauftischchen gleichfalls aus der Bauzeit.
Ausstattung: Zwei Altarleuchter aus Zinn, von 1810. Totentafel aus Holz und Totenkränze in Glasrahmen, aus dem Ende des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jh., zum Teil auf dem Kirchenboden, die früheste Tafel von 1796.

Blockhäuser
Des 18. Jh. mit Wohnung und Stall unter gemeinsamem Dach. Haus Nr. 16 mit Strohdach und verbrettertem Giebel, der angebaute Stall massiv unterfangen, die „schwarze Küche“ vom Stall durch einen Durchgang getrennt. Es stammt angeblich von 1736.

Quelle:
Die Kunstdenkmäler des Stadt- und Landkreises Landsberg (Warthe)
Bearbeitet von Kurt Reißmann
Vorarbeiten von Georg Voß () und Otto Korn
Mitarbeiter: Eberhard Küster und Fritz Buchholz
Deutscher Kunstverlag, Berlin 1937