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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Das neue Wappen des Kreises Friedeberg Nm.
Neumärkische Zeitung  13. April 1930

Nach einem Erlasse des Preußischen Ministers des Innern sind die Gemeinden und Gemeindeverbände nicht berechtigt, in kommunalen Angelegenheiten das preußische Wappen und damit den preußischen Adler in ihren Siegeln, Wappen, Amtsschilder usw. zu führen. Dieser Erlaß hat bereits eine größere Anzahl von Kreisen zur Einführung eigener Kreiswappen veranlaßt. Die Annahme eines solchen Wappens für einen öffentlichen Verband bedarf der Genehmigung des Staatsministeriums, die nur zu erwarten ist, wenn das Wappen in heraldisch einwandfreier Weise dargestellt wird. Als Vorbilder für Wappenzeichnungen dienen in der Regel Symbole und Darstellungen, die auf die Heimatgeschichte oder auf Besonderheiten der betreffenden Kreise hinweisen. Es lag daher auch für den Kreis Friedeberg nahe, bei dieser Wappendarstellung an die geschichtliche Vergangenheit zu erinnern. Der ganze Norden des Kreises ist erworben, urbar gemacht und besiedelt von den Askanischen Markgrafen. Für den Süden - das Bruch - hat im wesentlichen Brenkenhoff dasselbe geleistet. Es ergibt sich daraus der Vorschlag, diese beiden Kolonisationenszeiten unserer Landschaft, während deren fast alle Siedlungen entstanden sind, durch die Wappen der Kolonisatoren festzuhalten. Dies soll dadurch geschehen, daß in der oberen Wappenhälfte links der rote Adler der Askanier - jedoch ohne das blaue Brustschild mit dem Erzkämmererstab, der die Kurwürde andeutet, aber mit dem Schwert, das auf den einzigen gegen den slawischen Osten stoßenden Grenzkreis der Mark hinweist, rechts das Brenkenhoffschild - drei rote Pfähle auf silbernem Grunde und darunter sechs Rosen - erscheint. Der Adler soll zugleich die Zugehörigkeit zu Brandenburg bekunden. Der Landrat ist Nachfolger der alten Landvögte der „Terra Bredeberge“. Daher soll in der unteren Hälfte des Wappens das Wappen der Namengebenden Stadt Friedeberg erscheinen, Burg mit drei Türmen und Blume. Im ältesten Wappen Friedebergs lehnen sich an die Burgmauer zwei Schilde mit je einem roten Adler. Um auch die Zugehörigkeit der beiden Städte Driesen und Woldenberg zum Lande Friedeberg zu kennzeichnen, sollen an Stelle dieser Adler in dem linken Mauerschilde das Herz aus dem Adler des Driesener Stadtwappens und in dem rechten Mauerschilde die Rose aus dem Woldenberger Stadtwappen als charakteristische Merkmale dieser beiden Wappen dargestellt werden. Die Friedeberger Burg wird rot in Silber, die Blume silbern in blau, der Askanische Adler rot in Silber, das Brenkenhoffschild ebenso, der Driesener Herzadler und die Woldenberger Rose rot auf silbernem Schilde ausgeführt.