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Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)
Cholera
Landsberger Kreisblatt 26. Juli 1849

Ein ausgezeichneter Arzt in Paris, Dr. Bonet, hat in einem Briefe an einen Kollegen in Liverpool diesem über Resultate seiner Behandlung der Cholera in ihren ärgsten Stadien so auffallende Mittheilungen gemacht, daß wir es für Pflicht halten sie dem Publikum zu überliefern. Der Brief ist datiert aus Paris im Juni 1849 und enthält folgende Quellen:

„Ich halte es für Schuldigkeit, meinen Kollegen zu eröffnen, daß es mir gelungen ist, sehr viele Kranke, bei denen die Cholera bereits in das letzte Stadium getreten war, so daß Herz und Pulsschlag nicht mehr zu spüren und der blaue Zustand begonnen hatte, dadurch zu retten, daß ich ihnen zwei Stunden lang, jede halbe Stunde eine Tasse von einem Aufguß Linden, Pfeffermünze, Melisse, oder Kamillen Thee, heiß und süß gemacht, reichen ließ und in jeder Tasse vier Tropfen flüchtig Alkali, so daß der Kranke in zwei Stunden sechzehn Tropfen von dem flüchtigen Alkali erhielt. Die Wiederbelebung ist fast augenblicklich. Der Puls fängt sofort an zu schlagen, Anfangs zwar unregelmäßig, aber später kräftig, der blaue Zustand verschwindet, Körper, Gesicht, Hände und Füße bedeckt ein heißer und reichlicher Schweiß und der Kranke ist in wenigen Stunden außer Gefahr. Es ist häufig nöthig, die zu heftig wiederkehrende Thätigkeit durch Aderlaß zu bekämpfen.“