[./ihv.html]
[./ihv.html]
[../adb/alle.html]
[../stadtplan/plan_1.html]
[../fa/buchstaben.html]
[../bilder/ihv.html]
[../stradfen/ihv.html]
[../geschichte/ihv.html]
[../adb/ihv_nz.html]
[http://www.guweb.com/cgi-bin/guestbook?id=2807]
[../adb/impressum.html]
[../lk_1848/ihv.html]
[Web Creator] [LMSOFT]
§ 37. Ortschaftskunde

Der Nordosten des Kreises
Dieser Teil umfasst nur Höhenland. Die Dörfer liegen hier nicht so dicht wie im Bruch, da der Wald weite Flächen bedeckt. Die wichtigsten sind: Wormsfelde, Stolzenberg, Zanzthal, Zanzhausen, Rohrbruch, Lotzen, Jahnsfelde, und Gralow. Wormsfelde und Stolzenberg liegen fast in gleicher Entfernung nördlich und nordöstlich von Landsberg; ihre umfangreichen Güter und das im Norden angrenzende Waldgebiet gehören dem Herzog von Anhalt. Die älteste Nachricht von Wormsfelde stammt von 1337, woraus sein Umfang an Hufen und die dafür gezahlte Pacht ersichtlich ist; 1435 wurde es von Polen arg verwüstet. Stolzenberg wird im Landbuch Ludwigs des Älteren als Stadt aufgeführt; Markgraf Otto hat sich oft hier aufgehalten. Ein Schloß Stolzenberg findet 1371 Erwähnung; der Schlossherr Titze von Dambeke musste als Waffenschmied dem Markgrafen jährlich sechs Armbrüste liefern. In der Wormsfelder und Stolzenberger Forst liegen fischreiche Seen mit anmutiger Umgebung: der große und kleine Osterwitzsee, der Nierimsee. Zwischen dem großen Osterwietzsee, in dessen Mitte sich eine bewaldete Insel befindet, und der Zanze breitet sich die „Eremitage“ aus, zum Teil ein prächtiger Laubwald. Hier soll am rechten Ufer der Zanze, gegenüber dem Wiesenhause, ein Jagdschloß des Fürsten von Anhalt gestanden haben.
Hinter Stolzenberg folgt an der Chaussee nach Friedeberg Zanzthal, mit Zanzhammer. Die Lage des Ortes an der Zanze, die hier zwischen steilen, von prächtigen Laubwald beschatteten Ufern wie ein Gebirgsbach dahineilt, und die nahe gelegenen Welmseen machen ihn zu einem beliebten Aufenthaltsort für Sommergäste. An der Zanze aufwärts gelangt man nach Zanzhausen am kleinen Mieren- Stubben, an den sich nach Nordwesten der große Mieren- Stubbensee, die Lübbe und Klopschen anschließen. Das Wasser der Zanze bewegt die Pochhämmer des Hüttenwerks (Pflugschar und Hufeisenfabrikation). Die Umgebung des fast zugewachsenen Möllnsees ist reich an seltenen Pflanzen. Am waldigen Abhang findet man das rote Waldvöglein (Cephalanthera ruba), das weiße Fingerkraut (Potentilla alba), die behaarte Fahnwicke  Oxytropis pilosa), den Färbermeister (Asperula tinctoria) und das Berg Johanniskraut (Hyperium montanum). Die schwankende Sumpfdecke wird stellenweise von der rotblühenden Moos oder Kronbeere (Vaccinium Oxycoccos), von bleichen Torfmoose (Sphagnum) und dem sparrigblättrigen Sumpfmoose (Paludella squarrosa) überzogen.
Rohrbruch verdankt seine Entstehung der Anlage einer Glashütte zu Friedrichs des Großen Zeit ums Jahr 1760. Die Glashütte wurde 1823 verkauft und auf ihrer Stelle das Gasthaus erbaut. Das Dorf breitet sich in regelloser Bauart am Walde aus und bildet den nördlichst gelegenen Ort im Kreise. Die in der Nähe des Mieren Stubben sich hinziehende sumpfige Niederung hat ihm den Namen gegeben.
Lotzen ist ringsum von Wald umgeben. Das Dorf wird 1300 in der Stiftungsurkunde des Klosters Himmelstädt genannt. Die ehemals von preußischen Regierung angelegte Glashütte ist nicht mehr vorhanden.
Nahe am südlichen Rande der Hochebene liegen Jahnsfelde und Gralow an der Chaussee von Landsberg nach Zantoch. Beide Dörfer nennt eine Urkunde zuerst im Jahre 1337. Das Vorwerk Gralow gehörte einst zu Zantoch, später war es im Besitz der Familie Schöning. (Mehr aus der Vergangenheit der Orte bringt: Eckert, Geschichte von Landsberg a.W., Stadt und Kreis 1890.)
  
Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)