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§ 33. Die klimatischen Verhältnisse

Das Klima ist ein gemäßigtes und entspricht im Allgemeinen dem der ganzen norddeutschen Tiefebene mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von + 8° C. Die Witterung ist starken Schwankungen unterworfen, die noch am wenigsten in den Monaten August und September hervortreten. Der Juli ist der wärmste, der Januar der kälteste Monat im Jahr (-20° C). Die Winter sind mit einigen Ausnahmen z.B. der Winter 1900/1901 wenig streng. Die Witterung ist von der Windrichtung abhängig. Die Winde entstehen durch die ungleiche Erwärmung der Luft zweier Orte. Die Westwinde kommen vom atlantischen Ozean her; sie sind darum feucht und bringen in der Regel Schnee, Regen und Gewitter. Die Ostwinde streichen über die großen Flächen von Russland; sie sind darum warm und erzeugen bei uns meist klares trocknes Wetter oder Kälte. Die Südwinde wehen warm und verursachen im Frühjahr Tauwetter. Die Nordwinde sind weniger häufig und bringen Kälte. Plötzliches Hereinbrechen kalter Nord und Ostwinde erzeugt im Mai die Kälterückschläge mit dem schädlichen Nachtfrösten, die häufig um den 11. bis 13. Mai eintreten; daher rührt der böse Ruf der „drei gestrengen Herrn“ oder „Eisheiligen“: Mamertus, Pankratius und Servatius. Gewitter treten fast nur im Frühjahr und Sommer auf, Winter Gewitter sind selten. Im Frühjahr kommen manchmal plötzlich, wolkenbruchartige Regengüsse vor, wie im Jahre 1896.
Das Klima ist von großem Einflusse auf die Entwicklung des Pflanzenwuchses. Im Jahre 1897 blühte bei Landsberg der Schwarzdorn (Prunus spinosa) schon am 29. April, die Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum) am 6. Mai. Der Flieder (Syringa vulgaris) am 1. Juni. Der Laubfall begann am 20. September. Späte Frühjahre verzögerten das Aufbrechen der Blüten um mehrere Tage, wie es im Jahre 1900 der Fall war.
Für die Gesundheit der Bewohner ist die Luft der Hochebene, besonders der nördlichen Waldgegend, günstiger als die der Bruchlandschaft. In letztere verursachen die Überschwemmungen und die geringe Tiefe des Grundwassers leicht ansteckende Krankheiten. Leidende suchen in der sauerstoffreichen Luft der Wälder Erholung, z.B. in Altensorge, Zanzthal, Kladower Teerofen. Ganze Züge von Sommerausflüglern genießen den kurzen Aufenthalt in den Laubwäldern bei Loppow und Dühringshof. 
  
Landsberg a.Warthe
(Gorzów Wielkopolski)