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Landsberg a.Warthe
(Gorzow Wielkopolski)
Landsberg a.Warthe
(Gorzow Wielkopolski)
Landsberg a.Warthe
(Gorzow Wielkopolski)
  
Aus Landsbergs Vergangenheit 1906 - 1909
Jahr
Ereignis
3. Jan. 1906
Amtsantritt des Landgerichtspräsidenten Stamer.
11. März 1906
Der frühere Stadtrat Wilhelm Mögelin erliegt einem Schlaganfall.
15. März 1906
Fabrikbesitzer Otto Krischker schenkt der Stadt einen Springbrunnen, der au dem Lindenplatz zur Aufstellung kommt.
8. Mai 1906
Der Magistrat erhält die Mitteilung, dass die Ostbahn hochgelegt werden soll.
11. Juli 1906
Dem alten städtischen Vorarbeiter Peschke wird nach 49jähriger Dienstzeit seitens der Stadt sein volles Gehalt als Pension bewilligt.
20. Juli 1906
Die Eisenbahnbehörde erwirbt das Geldner’sche Dampfschneidemühlengrundstück Bollwerk 18.
27. Juli 1906
Professor Schönflies schenkt der Stadt den „Kosakenberg“.
7. Aug. 1906
Das neue Schulhaus in der Angerstraße wird eingeweiht.
23. Aug.1906
Der Kreistag wählt den Grafen Clairon d’Haussonville zum Landrat.
30. Aug. 1906
Die Gasrohrleitung wird bis zur Scholten’schen Stärkefabrik in Wepritz verlängert.
15. Sept. 1906
Der Erweiterungsbau des Postamtes soll am 1. Oktober bezogen werden.
2. Okt. 1906
Musikdirektor Niemeyer verlegt seinen Wohnsitz nach München.
3. Okt. 1906
Fräulein Minna Haacke hinterlässt der Stadt für wohltätige Zwecke 24 000 Mark.
27. Okt. 1906
Auf dem Kirchhofe an der Wormsfelder Straße wird die erste Leiche beigesetzt.
15. Nov.1906
Die Kosten der Notbrücke werden auf 45 625 Mark berechnet.
22. Nov. 1906
Auf der Gasanstalt wird das neue Retortenhaus in Benutzung genommen.
17. Dez. 1906
Dr. Kästner aus Leipzig wird zum Direktor der höheren Töchterschule gewählt.
28. Dez. 1906
Stadtältester Groß legt nach 36jähriger Tätigkeit im Dienste der Stadt sein Amt als Stadtrat nieder.
19. Jan. 1907
Oberbürgermeister Ancker und Stadtverordnetenvorsteher Justizrat Pohl erhalten den Roten Adlerorden 4. Klasse.
26. Jan. 1907
Bei der Reichstagswahl wurde Gutsbesitzer Böning (Heinersdorf, kons.) mit 13796 Stimmen gewählt; Tews (freis.) erhielt 6179, Pätzel (Soz.) 6470 Stimmen.
31. Jan. 1907
Die Gas- und Wasserwerks- Deputation beschließt die Einführung der kaufmännischen Buchführung in der Gasanstalt sowie Erweiterung des Wasserwerks durch eine Mammutpumpenanlage.
2. Feb. 1907
Im Warthebett platzt das nach der Brückenvorstadt führende Wasserleitungsrohr.
18. März 1907
Die Gas- und Wasserleitungs- Deputation beschließt eine sofortige Erweiterung des Wasserwerks um 8 Ersatzbrunnen. Die Kosten werden auf 164 000 Mark berechnet.
22. März 1907
Die Stadtverordneten stimmen einem in diesem Sinne gehaltenen Antrag zu.
29. März 1907
Im Moltkeplatzprozeß spricht das Kammergericht dem Stadtrat Boas statt der beanspruchten 98 000 Mark 5958 Mark zu.
8.April 1907
Todestag des dirigierenden Arztes des Krankenhauses Dr. Maaß.
9.April 1907
Dr. Kästner wird als Direktor der höheren Mädchenschule eingeführt.
11.April 1907
Todestag des früheren Oberbürgermeisters Meydam (85 Jahre).
30.April 1907
Der Magistrat wählt Dr. Delkeskamp aus Berlin zum Chefarzt des Krankenhauses.
2. Juli 1907
Laut Gründungsurkunde ist die Stadt 650 Jahre alt.
4. Juli 1907
Bei der Gasanstalt wird statt auf 62 000 Mark auf 72 000 Mark Überschuss gerechnet.
5. Juli 1907
Der frühere Landrat Wahnschaffe wird zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat in der Reichskanzlei ernannt.
8. Juli 1907
Die neue Gehaltsordnung für Lehrer und städtische Beamte wird von der Regierung bestätigt.
10. Juli 1907
Bei Arbeiten auf dem Wasserwerksgrundstück verunglückte der Arbeiter Schmidt tödlich.
1. Aug. 1907
Vor 50 Jahren wurde die Ostbahn dem Verkehr übergeben.
5. Aug. 1907
Todestag des Gymnasialschullehrers a.D. und Standesbeamten Tiedge.
6. Aug. 1907
Fritz Borghese berührt auf seiner Automobilfahrt Peking – Paris die Stadt Landsberg a.W.
30. Aug. 1907
Der Minister des Innern genehmigt das Projekt der Kanalisierung der Brückenvorstadt.
14. Sept. 1907
Der Conin’sche Speicher in der Ziegelstraße wird durch Großfeuer vernichtet.
21. Sept. 1907
Die Stadtverordneten genehmigen die Einsetzung einer 10. Klasse bei der städtischen höheren Mädchenschule und lehnten die Ausdehnung des fakultativen kaufmännischen Fortbildungsunterrichts auf weibliche Handelsangestellte ab. Ferner wird die Errichtung eines Röntgenzimmers im städtischen Krankenhaus beschlossen.
21. Okt. 1907
Die neue katholische Pfarrkirche wird durch den Fürstbischof von Breslau, Kardinal Kopp, eingeweiht.
29. Okt. 1907
Bahnwärter Linde wird am Bahnübergang Upstallstraße von einem Eisenbahnzuge zermalmt.
16. Nov. 1907
Die Stadträte Boas, Brahtz, Kluge, Arndt und Hoffmann, deren Wahlzeit abläuft, werden wiedergewählt.
30. Nov. 1907
Die Stadtverordneten beschließen die Niederlegung des den Eingängen zum Quilitzpark verdeckendes Hauses Bergstraße 30; ferner wird der Ankauf des Grundstücks der „Villa Röder“ in der Wollstraße und das Collinaschen Grundstücks in der Zechowerstarße beschlossen.
12. Dez. 1907
Vor 50 Jahren wurde die Gasanstalt eröffnet.
23. Dez.1907
Reichsbankdirektor Schmid wird nach Mühlheim versetzt.
25. Dez. 1907
In der St. Marienkirche wird die Errichtungsurkunde der Brückenvorstadt- Gemeinde vorgelesen.
2. Jan. 1908
Der Betrieb Serum- Gesellschaft hört auf.
6. Jan. 1908
Die Stadtverordneten beschließen die Anschaffung eines neuen Gasometers: die Kosten betragen 170 000 Mark.
9. Jan. 1908
Es wird ein Mieterverein gegründet.
16. Jan. 1908
Reichstags- und Landtagsabgeordneter Böning teilt mit, „der Dezernent im Eisenbahnministerium ist mit Bezug auf die Höherlegung des Ostbahngleises sehr entgegenkommend, die Regierung habe 5 Millionen für diesen Zweck bereitgestellt, aber die Stadt Landsberg sei recht wenig entgegenkommend“.
18. Jan. 1908
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, das Bürgerrechtsgeld beizubehalten, lehnt die Konzessionsteuer ab und erklärt sich für Einführung der Filialsteuer.
1. Feb. 1908
Das Schulhaus an der Soldinerstraße soll einen Anbau erhalten, Kostenanschlag 62 500 Mark.
15. Feb. 1908
Der Antrag auf Errichtung eines Lehrerinnenseminars wird von den Stadtverordneten auf 6 Monate vertagt, der auf Alters- und Hinterbliebenen- Versicherung der städtischen Arbeiter angenommen.
2. März 1908
Der Schüler- Ruderclub „Wiking“ weiht sein Bootshaus im Winterhafen ein.
3. März 1908
Zur Vorbereitung der Feier des 50jährigen Jubiläums des Königl. Gymnasiums (Michaeli 1909) tritt ein Komitee zusammen.
21. März 1908
Die Wahlprüfungskommission des Reichstages beantragt, über die Wahl des Reichstagsabgeordneten Böning Erhebungen anzustellen.
23. März 1908
Schulvorsteherin Frl. Gewiese erhält beim Rücktritt von der Leitung ihrer Privatschule von Unterrichtsminister ein Bild der Kaiserin. Die Stadt hat die Anstalt nebst Gebäude für 50 000 Mark erworben.
24. März 1908
Das Zigarrengeschäft Müller Nachf. (Paul Schaeling) begeht sein 50jähriges Geschäftsjubiläum.
31. März 1908
Das Reichsgericht hebt das Urteil des Kammergerichts im Moltkeplatzprozeß auf und verweist die Sache an die Vorinstanz zurück.
10. April 1908
Die Stadtverordneten beschließen die Anschaffung einer Straßenkehrmaschine.
29. April 1908
Oberzollinspektor Steuerrat Rank, früher in Landsberg, ist in Charlottenburg gestorben und wird in Landsberg beerdigt.
9. Mai 1908
Stadtrat Brahtz vollendet sein 70. Lebensjahr und wird zum Stadtältesten ernannt.
23. Mai 1908
Bei dem Brande des Hauses Heinersdorferstraße 58 stürzt sich Frau Eichley vom Dachgeschoß in den Hof; sie starb auf dem Wege nach dem Krankenhause.
6. Juni 1908
Die Stadt stiftet dem Leib- Grenadier- Regiment zu Frankfurt a.O. anlässlich seines hundertjährigen Jubiläums eine silberne Bowle.
11. Juni 1908
Die katholische Kirche an der Zechowerstraße erhält eine Turmuhr.
16. Juni 1908
Bei der Abgeordnetenwahl werden Amtsgerichtsrat Holtschke (kons.) mit 335 und Major z.D. von Kalckreuth mit 332 Stimmen gewählt.
18. Juni 1908
Auf dem Landsberger „Wollmarkt“ werden nur noch 24 Pfd. Wolle feilgeboten.
19. Juni 1908
Die Stadtverordneten beschließen, die Kanalisation der Brückenvorstadt in diesem Jahre vorzunehmen, es ist eine Anleihe von 350 000 Mark aufzunehmen. Die Kanalgebühren steigen auf 2%.
24. Juni 1908
Die städtische Männerbadeanstalt wird von einem Kahn umgerissen.
25. Juni 1908
Gründung eines Beamten- Bauvereins.
28. Juni 1908
Der Arbeiter Dadazynski in der Roßwieserstraße erschlägt seine Frau und zwei seiner Kinder.
3. Juli 1908
Die Stadtverordneten beschließen die Gründung eines Lehrerinnen- Seminars zum 1. April 1900.
4. Juli 1908
Das 11. Gesangsfest des Neuen Neumärkischen Sängerbundes findet in Landsberg statt. Es nehmen ca. 500 Sänger daran teil. Es verregnet total.
7. Juli 1908
Die Verhandlung wegen Verlegung des Gymnasiums an einen günstigeren Platz zerschlagen sich, der Erweiterungsbau ist angeordnet.
24. Juli 1908
Von der Automobil- Fernfahrt New York – Paris trifft der deutsche Protoewagen als erster in Landsberg ein.
14. Aug. 1908
Die Stadtverordneten beschließen, das Aktien- Theater mit weiteren 20 000 Mark zu beleihen, nachdem die Stadt bereits die erste Hypothek von 80 000 Mark besitzt. Die Verkaufsverhandlungen werden bald darauf vertagt.
20. Aug. 1908
Ruhr – Epidemie in der Artilleriekaserne.
28. Aug. 1908
Das Gaswerk schließt für 1906 – 1907 mit einem Bruttogewinn von 103 486,96 Mark ab.
28. Sept. 1908
Erster Spatenstich zur Kanalisation der Warthevorstadt.
30. Sept. 1908
Ein ungenannter Bürger sichert der Stadt für Erweiterung des Schönfliesparkes die Summe von 25 000 Mark und bis zu deren Inanspruchnahme die jährlichen Zinsen des Kapitals in Höhe von 1500 Mark zu.
28. Okt. 1908
Die Stadt erwirbt die Kochsche Wiese und das Grundstück Schießgraben 5 für 90 000 Mark. Die Wiese soll ständig im Winter einen Eisplatz abgegeben und wird nebenbei mit Anlagen geschmückt. Zu den Ankaufskosten trägt der Verschönerungsverein 34 000 Mark bei.
4. Nov. 1908
In dem städtischen Hause Küstriner Straße Nr. 100 ersticken bei einem Stubenbrande drei Kinder des Arbeiters Zuppt.
7. Nov. 1908
Die Stadtverordneten beschließen die Erbauung eines Schulhauses in der Heinersdorfer Straße an Stelle des Schulhauses in der Soldiner Straße. Die Kosten sind auf 201 400 Mark berechnet, die Regierung steuert 35 000 Mark bei.
19. Nov. 1908
Das Provinzial- Schulkollegium bietet der Stadt das Gymnasialgrundstück für 35 000 Mark und einen Bauplatz für ein neues Gymnasialgebäude an.
19. Nov. 1908
Zur Feier des hundertjährigen Jubiläums der Städteordnung erscheinen die Mitglieder des Magistrats in der Stadtverordnetenversammlung in Schwarz. Der stellvertretende Vorsteher Fränkel spricht einige Worte. Man beschließt, dem Bürger- Unterstützungsfonds statt jährlich 150 Mark jährlich 500 Mark zuzuwenden. Ferner wird die Einführung einer Alters- und Hinterbliebenen- Versicherung für die städtischen Arbeiter beschlossen.
19. Dez. 1908
Eine städtische Deputation, besteht aus Oberbürgermeister Ancker, Stadtältesten Brahtz, Landesökonomierat Ebert und Stadtbaurat Keutel verhandelt in Berlin mit dem Eisenbahnminister über die Ostbahn- Hochlegung. Die Aussichten sind gut.
11. Jan. 1909
Peschke, der 50 Jahre als Arbeiter in städtischen Diensten Stand gestorben. Er war ein Jahr lang mit vollem Lohn pensioniert.
12. Jan. 1909
Der Magistrat lehnt den Ankauf des Aktientheaters ab. Es war für 110 000 Mark angeboten.
15. Jan. 1909
Einrichtung einer Schulsparkasse bei der Mädchen- Bürgerschule.
23. Jan. 1909
Die Stadtverordneten beschließen, im Krankenhause Diakonissenpilege einzurichten.
3. Feb. 1909
Der Provinziallandtag bewilligt 70 000 Mark für einen Verbindungsweg über das Collinasche Grundstück.
7. Feb. 1909
Dammbruch am Bestiensee bei Altensorge. Überschwemmung des Dorfes.
5. März 1909
Endgültige Entscheidung des Moltkeplatz- Prozesses zugunsten der Stadt. Der Kläger, Stadtrat Boas, wird mit seiner Forderung von 98000 Markabgewiesen und erhält nur 23 Pfg. für das Quadratmeter, also im ganzen 8799 x 23 Pfg. = 2023,77 Mark. Dieser Betrag war seit 1898 deponiert, der Prozess schwebte 11 Jahre.
30. März 1909
Einführung der Fernzündung bei den Straßenlaternen.
7. April 1909
Stadtrat Schwacht wird als Beigeordneter nach Mühlheim (Ruhr) gewählt.
1. Mai 1909
Verhandlungen über Gründung einer Landwirtschaftlichen Haushaltungsschule.
28. Mai 1909
Die Stadtverordneten beschließen die Einrichtung einer Laubenkolonie für städtische Arbeiter. Ferner bewilligen sie 10000 Mark für den Zielenziger Bahnbau.
28. Mai 1909
Gründung einer Wach- und Schließgesellschafts- Niederlassung.
5. Juni 1909
Stadtrat Boas gestorben.
26. Juni 1909
Bürgermeister Dr. Eckardt aus Brand (Sachsen) zum Stadtrat gewählt.
26. Juni 1909
Auf Grund des Lehrerbesoldungsgesetzes sind den Volksschullehrern für 1908 21 715 Mark auf das Grundgehalt nachzuzahlen.
26. Juni 1909
Geißel legt die Direktion des Aktientheaters nieder. Nachfolger Jordan. Dieser wird durch Pietsch u. Hochbein abgelöst. Hochbein auch Pächter des Restaurants. Pietsch scheidet 1911 aus. Gastspiele der Theatergesellschaft Härting und Messert.
28. Juni 1909
Gründung einer Ortsgruppe des Hansabundes.
15. Juli 1909
Reichstagsabgeordneter Böning (kons.) gestorben.
17. Juli 1909
Der Ruderclub errichtet gegenüber dem Männerbad ein Bootshaus.
17. Juli 1909
Erzpriester Grühling gestorben.
26. Juli 1909
Stadtverordnetenvorsteher- Stellvertreter Emil Fränkel gestorben.
23. Aug. 1909
Freisinnig – nationalliberale Einigung auf die Reichstagskandidatur des Gutsbesitzers Schoeppe (Clausdorf).
28. Aug. 1909
Buchdruckereibesitzer Hugo Schneider wird Stadtverordnetenvorsteher- Stellvertreter.
11. Sept. 1909
Wahl des Rentiers Seidler zum unbesoldeten Stadtrat. Da er noch nicht Bürger war, mußte ihm vorher das Bürgerrecht verliehen werden.
11. Sept. 1909
Annahme des Ostbahn – Hochlegungs – Vertrages.
15. Okt. 1909
50jähriges Jubiläum des Gymnasiums. Die Stadt stiftet 2000 Mark, eine Vereinigung ehemaliger Schüler 10 000 Mark.
22. Okt. 1909
Errichtung eines Pavillons auf dem Kosakenberg.
5. Nov. 1909
Die Mehrforderungen der Lehrergehaltsreform werden auf 75 000 Mark berechnet. Die Höhere Mädchenschule erhält ein Kuratorium.
12. Nov. 1909
Bei der Reichstagsersatzwahl erhält Holtschke (kons.) 9469, Schoeppe (lib.) 6377 und Paetzel (Soz.) 7555 Stimmen. Also Stichwahl zwischen Holtschke und Paetzel. Bei der Stichwahl am 22. November erhielt Amtsgerichtsrat Holtschke (Soldin) (kons.) 12574 und Expedient Paetzel (Berlin) (Soz.) 11271 Stimmen.
10. Dez. 1909
Die Stadtverordneten erklären sich für eine Erweiterung der Umsatzsteuer und der Lustbarkeitssteuer, für Erhöhung der Hundesteuer sowie für Einführung der Schankkonzessionssteuer. Die Biersteuer wurde abgelehnt.
12. Dez. 1909
Rendant der 5 städtischen Sterbekassen wird an Stelle Marquardts Kaufmann Weber. Die Regierung verlangte statt der Umlagen die Einführung fester Beiträge und schrieb, da das abgelehnt wurde, vor, dass neue Mitglieder nicht mehr aufzunehmen sind. Die auf Ablösung der Kassen gerichtete Propaganda wurde die Regierung mit Erfolg unterbrückt.